Echte Porzellankopfpuppen bringen auf Auktionen in verschiedenen Fällen sogar einige hundert Mark ein. Früher hat man die hässlichen Dinger kaum beachtet, während heute sogar renommierte Firmen sich mit einer Neu Fabrikation der Nostalgie- Produkte befassen. Nur lohnt sich bei solchen heute fabrizierten Produkten das Sammeln natürlich (noch) nicht. Die interessanten Preise bringen die alten Schöpfungen.
Puppen gibt es seit grauer Vorzeit. In grösseren Mengen wurden sie in Europa erst um 1800 hergestellt. Damals waren Köpfe, Arme und Beine aus gepresstem oder gegossenem Pappmaché. Puppen aus dem Oberammergau, aus Berchtesgaden, Thüringen und dem Erzgebirge gingen in alle Welt.
Die alte Truhe auf Oma´s Dachboden gefunden und mit der Ruhe im Haus war es vorbei, der kleine Trödlerladen und der Flohmarkt können noch Fundgruben sein. In Auktionshäusern und Antiquitätengeschäften müssen Sammler schon teils recht gesalzene Preise zahlen. übrigens: 60% aller Puppensammler sind Männer. Die Preise sind sehr unterschiedlich. Sie werden entscheidend vom Herstellungsjahr der Puppe, dem Material und dem Herkunftsland bestimmt. Der Preis für eine kleine Biedermeier- Puppe aus dem Jahr 1840 liegt um die 1.400 €. Eine Puppe von 1894 mit einem Körper aus echtem Ziegenleder und einem Porzellanköpfchen kostete 1977 noch 250 €. Heute ist sie bereits über 750 € wert. Eine Zelluloid- Schildkrötpuppe mit echtem Haar und Schlafaugen, die 1951 etwa 10 bis 15 € kostete, ist heute schon 125 € wert.


